Helse - Am Samstag, den 15.08.2026, trafen sich rund 25 Kameradinnen und Kameraden zu einem technischen Hilfe-Tag. Im Mittelpunkt stand der Umgang mit dem Kombigerät sowie das Kennenlernen und praktische Erproben der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten.
Austragungsort und gleichzeitig Ideengeber war die Freiwillige Feuerwehr Helse. Unterstützt wurde die Veranstaltung von den Feuerwehren aus Kronprinzenkoog, Trennewurth, Friedrichskoog und Neufeld.
Rund vier Stunden lang übten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an stark deformierten Fahrzeugen den Umgang mit dem Multi-Tool. Dabei wurde das Gerät bewusst an seine Grenzen gebracht und seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten getestet. Auch die klassische Türöffnung war Bestandteil des Programms.
Realistische Vorbereitung
Für die Vorbereitung bot sich dem Leiter des Workshops, Torge Ips (stv. Wehrführer der FF Helse und TH-Ausbilder beim KFV), sowie den Lehrgangsteilnehmern eine besondere Gelegenheit: Die Fahrzeuge konnten vorab realitätsnah deformiert werden.
Dafür trafen sich bereits einige Tage zuvor mehrere Kameraden, um die Pkw entsprechend vorzubereiten. Nachdem Betriebsstoffe und andere Medien rückstandslos aus den Fahrzeugen entfernt worden waren, hob ein Autokran die Fahrzeuge an und ließ sie kontrolliert aus unterschiedlichen Höhen fallen.
Hierfür stellte die Firma Wille & Dulies einen Mobilkran inklusive Kranführer zur Verfügung. Durch das kontrollierte Fallenlassen aus verschiedenen Höhen konnten unterschiedliche Unfallszenarien simuliert werden – beispielsweise Auffahrunfälle, Frontalzusammenstöße oder Kollisionen mit einem Baum.
So konnten die Fahrzeuge passend zu den jeweiligen Szenarien stark deformiert und aus ihrer ursprünglichen Form gedrückt werden. Durch die unterschiedlichen Fallhöhen ließen sich zudem verschiedene Aufprallgeschwindigkeiten bei Verkehrsunfällen realitätsnah nachstellen.
Menschenrettung unter realistischen Bedingungen
Beim Workshop am Samstag ergab sich dadurch die eher seltene Gelegenheit, Menschenrettungen an verunfallten Fahrzeugen kontrolliert und ohne Zeitdruck durchführen zu können. Entstehende Fragen konnten direkt vor Ort geklärt und verschiedene Vorgehensweisen gemeinsam besprochen werden.
Für viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war das eingesetzte Kombigerät komplett neu. Das akkubetriebene Gerät vereint Rettungsschere und Rettungsspreizer in einem und ist gegenüber zwei separaten Einzelgeräten insbesondere platzsparender und leichter.
Torge Ips zog ein durchweg positives Fazit und bezeichnete den Workshop als mehr als gelungen. In Zukunft solle derartige Ausbildung häufiger stattfinden. Gerade im Hinblick auf die zunehmende Zahl neuer Fahrzeuge bei den Feuerwehren, die immer besser für technische Hilfeleistungseinsätze ausgestattet sind, sei regelmäßiges Training besonders wichtig.
Im Anschluss an die praktische Ausbildung gab es noch eine Kleinigkeit zu essen. Bei einem gemütlichen Beisammensein folgten außerdem eine gemeinsame Nachbesprechung und der Austausch über die Erfahrungen des Tages.
Ein großes Dankeschön gilt der Firma Wille & Dulies, die den Mobilkran sowie den Kranführer für die Vorbereitung kostenfrei zur Verfügung gestellt und damit einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Ausbildungstages geleistet hat.