Trischen - In der vergangenen Nacht ist die Schutzhütte des Vogelwartes auf der Vogelinsel Trischen vollständig einem Brand zum Opfer gefallen. Der Vogelwart meldete der Leitstelle den Vollbrand der Hütte und teilte gleichzeitig mit, dass er sich nicht in Gefahr befinde und unverletzt sei.
Da die abgelegene Insel nur schwer erreichbar ist, wurde zunächst intensiv geprüft, wie Einsatzkräfte und Material zur Einsatzstelle gebracht werden können. Nach sorgfältiger Abwägung fiel die Entscheidung, Einsatzkräfte der Feuerwehrbereitschaft Dithmarschen mit einem Hubschrauber auf die Insel zu fliegen, da diese über die freiwillige Feuerwehr Barlt Zugang zu einer Waldbrandausrüstungen hat.
Vor Ort konnten die Feuerwehrkräfte die verbliebenen Glutnester gezielt ablöschen. Dadurch wurde verhindert, dass sich das Feuer auf die trockene Vegetation ausbreitet und ein größerer Flächenbrand auf der Insel entsteht. Die Schutzhütte konnte jedoch nicht mehr gerettet werden und brannte vollständig nieder.
Die Brandbekämpfung erfolgte hauptsächlich mechanisch durch die Verwendung von Feuerpatschen, Schaufeln, Äxten und ähnlichem. Wasser konnte, aufgrund der Fehlenden Möglichkeit Schlauch- und Pumpmaterial an die Einsatzstelle zu bringen, nur geringfügig über sogenannte Waldbrandrucksäcke der Feuerwehr Barlt eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um Wasservorräte von ca. 20 Litern, die wie ein Rucksack auf dem Rücken getragen werden und mittels manueller Handpumpe über eine Löschdüse einen feinen Wassernebel erzeugen.
Der Vogelwart wurde mit dem Boot der DGzRS nach Büsum verbracht.