Büsum - Großeinsatz am Karfreitag – PKW im Hafenbecken versunken

Geschrieben am 04.04.2026
von Jens Albrecht


Büsum - Am Karfreitagabend kam es im Büsumer Hafen zu einem umfangreichen Einsatz zahlreicher Rettungskräfte. Um 20:06 Uhr wurden Feuerwehr, Tauchergruppe, Rettungsdienst, Polizei, Technisches Hilfswerk (THW) sowie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) alarmiert, nachdem ein PKW aus bislang ungeklärter Ursache in das Hafenbecken gestürzt war und innerhalb kürzester Zeit unterging.


Dem Fahrer des Fahrzeugs gelang es glücklicherweise, sich selbstständig aus dem PKW zu befreien. Er wurde unmittelbar von der Besatzung eines in unmittelbarer Nähe liegenden Fischkutters mithilfe eines Rettungsrings aus dem kalten Wasser gerettet und umgehend an Land gebracht. Im Anschluss wurde der Fahrer vom Rettungsdienst übernommen und mit einem Rettungswagen (RTW) zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.
 
Aufgrund von Zeugenaussagen wurde zunächst vermutet, dass sich eine weitere Person im Fahrzeug befinden könnte. Da der PKW zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig untergegangen und nicht mehr sichtbar war, wurde umgehend eine groß angelegte Such- und Rettungsaktion eingeleitet.


Der Besatzung des Tochterbootes „NIS PUK“ vom Seenotrettungskreuzer „THEODOR STORM“ gelang es mithilfe eines Echolots, das unter Wasser treibende Wrack neben dem Fischkutter zu orten. Durch das gezielte Einhaken eines Bootsankers konnte die genaue Position des Fahrzeugs markiert werden.
Zur weiteren Lageerkundung und möglichen Menschenrettung wurde die Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Itzehoe mit dem Rettungshubschrauber „Northern Rescue 01“ nach Büsum eingeflogen. Die Taucher lokalisierten das Fahrzeug schließlich auf dem Kopf liegend im Hafenbecken. Bei der Kontrolle des Innenraums konnten sie glücklicherweise feststellen, dass sich keine weitere Person im PKW befand. Damit konnte schnell Entwarnung gegeben werden.


Im weiteren Verlauf wandelte sich der Einsatz von einer Menschenrettung zu einer technischen Bergung. Den Tauchern gelang es, ein Hebegeschirr am Fahrzeug anzubringen. Mithilfe eines Ladekrans eines THW-Fahrzeugs des Ortsverbands Heide wurde das Autowrack schließlich aus dem Wasser gehoben und auf die Kaianlage transportiert. Ein Abschleppunternehmen übernahm anschließend den Abtransport.
 
Insgesamt waren rund 25 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Büsum sowie die Tauchergruppe aus Itzehoe im Einsatz. Die Feuerwehr hatte zu Beginn umfangreiche Maßnahmen zur möglichen Rettung einer zweiten Person vorbereitet und unter anderem mit einer Drehleiter die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet. Der Rettungsdienst war mit mehreren Einheiten vor Ort und stellte die medizinische Versorgung sicher.
 
Die Ermittlungen der Polizei zur Ursache des Unfalls dauern an.